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Pressemitteilung der Juosos Neckar-Enz: Der ÖPNV im Großraum Bietigheim-Bissingen muss gestärkt werden

Der Gemeinderat von Hessigheim hat zum wiederholten Male gegen die Durchführung des Busprogramms für die Region Bietigheim/Neckartal gestimmt und somit die Planungen für dieses Vorhaben stark blockiert.

„Es kann nicht sein, dass eine einzelne Gemeinde die Planungen für das Buskonzept im ganzen Raum Bietigheim/Neckartal komplett auf den Kopf stellt“, wundert sich Max Träger, Vorsitzender der Juso-AG Neckar Enz. Wir brauchen dieses Buskonzept unbedingt, um den Bürgerinnen und Bürgern den öffentlichen Nahverkehr interessanter zu machen – dies ist nur über ein gutes Angebot
möglich“, fügt Benedict Scheller hinzu, der sich bei einem guten Angebot auch den Umstieg vom Auto vorstellen könnte. „Hessigheim kann und sollte sich nicht aus der Solidargemeinschaft verabschieden, sondern in diesem Fall das Geld in die Hand nehmen und somit auch nachhaltig etwas Gutes für seine Bürgerinnen und Bürger schaffen“, stellt er klar.

Trotzdem halten die Jusos Neckar Enz nichts von dem Vorschlag, das Buskonzept nun ohne Hessigheim durchzuziehen und die Busse einfach nicht in Hessigheim halten zu lassen. „Die Bürgerinnen und Bürger von Hessigheim sollten nicht die Leidtragenden
dieser traurigen Diskussion sein“, sagt Max Träger, der aus Mundelsheim kommt und somit direkt an der Buslinie wohnt, deren Ausbau nun wackelt. Auch in Hessigheim wohnen genügend Leute, die abhängig von einem guten ÖPNV sind und für die es eine ungemeine Erleichterung wäre, wenn ihnen mehr Busse zu Verfügung stünden. „Man muss Wege finden, die Gemeindeverwaltung in Hessigheim davon zu überzeugen, sich doch hinter diesem Projekt zu versammeln. Ansonsten müssen die restlichen 14 Gemeinden das Konzept alleine stemmen“.

Die Jusos wollen dies auch als Aufruf an Günther Pilz verstanden wissen. Dieser wird aller Voraussicht nach am 7. Februar 2010 zum nächsten Bürgermeister in Hessigheim gewählt. Bei seiner Arbeit in Oberriexingen und Murrhardt war er auch immer im Bereich
der Jugend aktiv und hat somit direkten Einblick in deren Probleme bei der Mobilität. „Daher erwarten wir von ihm auch ein Engagement für das Buskonzept, um so den Jugendlichen ein breiteres Angebot an Bussen zugänglich zu machen und ihre sehr eingeschränkte Mobilität auf dem Land somit zu verbessern“, machen die Jusos Neckar-Enz deutlich. Doch ein besserer ÖPNV ist nicht nur im Sinne der Jugend, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. „Wir erwarten, dass sich Günther Pilz am Freitag bei der Kandidatenvorstellung auch hierzu äußert und seine Position öffentlich macht“.

Doch nicht nur das Angebot ist bei einem guten Buskonzept entscheidend, sondern auch der Preis für die Fahrten. Und dieser ist im Gebiet der VVS eindeutig zu hoch. „Es ist unmöglich, wenn ich für eine kurze Fahrt schon mehrere Euro zahlen muss. Wenn man mit dem ÖPNV finanziell gar nichts spart gegenüber dem Einsatz eines Autos, so schafft man natürlich auch keine Ansätze für die Bürgerinnen und Bürger auf den ÖPNV umzusteigen. Daher müssen die Preise unbedingt gesenkt werden, um dadurch auch mehr Fahrgäste zu gewinnen – somit würden die Einnahmen für die Busunternehmen auch stabil bleiben. Im Vergleich zu anderen Regionen ist die Region Stuttgart im Bereich des ÖPNV völlig überteuert und erhöht auch ständig die Fahrpreise ohne dass sich für die Fahrgäste irgendetwas verbessert. Diesem muss endlich ein Ende bereitet werden“, fordern die Jusos Neckar-Enz.

„Ich wünsche mir, dass nicht nur Hessigheim, sondern die komplette Politik in Kreis und Land, erkennt, wie wichtig ein gut ausgebauter und günstiger ÖPNV ist und sich endlich gewissenhaft daran setzt, ein großes und nachhaltiges Konzept zu entwickeln, den ÖPNV zu modernisieren und zu verbessern“, fasst Max Träger die Meinung der Jusos Neckar-Enz zusammen.

Engagierte Jugendliche gründen Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten im Raum Bietigheim-Bissingen

Gründung der Jusos Neckar-Enz„Wir wollen den Jugendlichen rund um Bietigheim-Bissingen eine Plattform bieten, um Politik kennenzulernen, zu diskutieren und etwas zu bewegen“, so Max Träger, der frisch gewählte Sprecher der neu gegründeten Juso-Arbeitsgemeinschaft Neckar-Enz. Neben ihm bilden sein Stellvertreter Steffen Glöckle und Kassier Benedict Scheller den Vorstand der Juso AG, die sich am 15. Dezember
in Bietigheim-Bissingen gegründet hat.

Bei dieser Gründungssitzung waren neben den Jusos auch zahlreiche Gäste anwesend: Die Landtagsabgeordnete Christine Rudolf und der Vorsitzende der Jusos Baden-Württemberg Frederick Brütting zeigten sich sehr erfreut über das, was sich da im Fraktionsraum der SPD Bietigheim-Bissingen konstituierte und sicherten den Jusos Neckar-Enz ihre Unterstützung zu.

Neben dem Beschluss der Satzung und den damit verbundenen Wahlen, stand auch eine erste inhaltliche Diskussion auf dem Programm. Die Juso AG Neckar-Enz wird den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Themen Bildung, Bürgerliche Freiheit, Energie & Umwelt, Integration und ÖPNV legen.

Zum Abschluss stellte Max Träger fest: „Es gibt im Raum Bietigheim-Bissingen genügend Probleme, die uns Jugendliche betreffen. Diese möchten wir angehen.“ Des Weiteren machte er deutlich, dass er die Ziele der Jusos Neckar-Enz sowohl in der innerparteilichen Arbeit, als auch in der Diskussion mit Verbänden und Kommunalpolitikern sieht. „Wir möchten ein ernst zu nehmender Diskussionspartner
werden und uns in die Politik vor Ort einbringen“, zeigte er die Marschroute auf.

Die Mitarbeit in der Juso AG steht allen bis zum 35. Lebensjahr offen und ist nicht an eine Parteimitgliedschaft in der SPD gebunden.

Das Nächste Treffen der AG findet am 08.01.2010 um 15 Uhr im Fraktionsraum der SPD in der alten Lateinschule (Hauptstraße 63, 74321 Bietigheim-Bissingen) statt.